BPW DACHLi Tagung 2026
Wo Mut beginnt, wächst Zukunft
Drei Tage volles Programm, drei Tage Austausch und Inspiration – das war die BPW DACHLi-Tagung 2026 in Bregenz:
Drei Tage, vier Länder, rund 100 Frauen – und eine gemeinsame Frage: Wie bleibt BPW relevant?
Vom 25. bis 27. September 2026 trafen sich die Business and Professional Women aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Liechtenstein in Bregenz. BPW Austria war Veranstalterin und Gastgeberin. Vorbereitet hat die Tagung ein Organisationsteam aus fünf Frauen aus Österreich und drei „Ambassadors“ – je eine aus der Schweiz, aus Deutschland und aus Liechtenstein. DACHLi also schon in der Planung. Vertreten waren Clubs von Hamburg bis Konstanz, von Davos bis Biel und Basel, aus Liechtenstein und aus ganz Österreich. Besonders gefreut hat uns, dass das internationale Board den Weg nach Bregenz gefunden hat: Diana Barragan, Präsidentin von BPW International, und aus dem Europa-Board Europakoordinatorin Anu Viks, Secretary Carmen Taheny und Finance Officer Mariane Pontone.
Ankommen in Vorarlberg
Schon vor dem offiziellen Auftakt führte ein Vorprogramm ins Frauenmuseum Hittisau. Auch die Stadt Bregenz haben viele unserer Gäste in diesen Tagen kennengelernt.
Am Freitagabend empfing uns Bürgermeister Michael Ritsch gemeinsam mit Judith Reichart, Leiterin des Kulturservice, im Magazin 4. Ein schöner Moment, auch mit Blick zurück: 2008 wurde in Bezau beschlossen, den Equal Pay Day nach Österreich zu holen. Er hat also hier in Vorarlberg begonnen.
Ein Schrank, der hält
Bregenz war bewusst als Arbeitstagung angelegt. Vier Themen standen im Mittelpunkt: Frauen in Führung und Politik, der Gender Health Gap, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie und die Frage, wie unsere Forderungen mehr politisches und wirtschaftliches Gewicht bekommen.
Zur Eröffnung lud Präsidentin Rita Volgger zu einem Bild ein, das viele mitgenommen haben: BPW als gut gefüllter Kleiderschrank. Manches darf gehen, vieles bleibt – und manches Lieblingsstück passt einfach nicht mehr. Vor allem aber lässt sich neu kombinieren, was bisher in getrennten Fächern lag. Vier Länder, vier Fächer – und jedes hat etwas, das die anderen noch nicht ausprobiert haben.
Der Schrank selbst bleibt: Baujahr 1930, solide gebaut. Er steht für unsere Ziele – Gleichstellung im Berufsleben, faire Bezahlung, Sichtbarkeit weiblicher Expertise. Neu sortiert wird der Inhalt.
Alles auf dieselbe Höhe
Genau dafür war der Open Space da – moderiert und geleitet von Ursula Hillbrand, mit klarer Struktur und zugleich viel Raum für spontane Begegnungen. Alles kam auf den Tisch, alles lag auf derselben Höhe – ob aus dem obersten Fach oder aus der untersten Lade. Das galt auch für unsere Gäste aus dem Board, allen voran Diana Barragan. Unsere Ambassadors hatten ihre Landsfrauen schon bei der Ankunft persönlich willkommen geheißen und den Open Space tatkräftig mitgetragen.
Dazu kamen die Mutgeschichten: persönliche Erzählungen, die zeigen, wie Mut im Alltag aussieht. Hier war Diana Barragan eine von uns: Sie hat ihre eigene Geschichte mit uns geteilt.
Was wir erarbeitet haben
Am Ende des Arbeitstages fasste Diana Barragan die Ergebnisse zusammen. Ihr Befund: Relevanz entsteht nicht, indem eine Organisation bleibt, wie sie immer war. Sie entsteht, wenn wir verstehen, was Frauen heute brauchen – und den Mut haben, darauf zu antworten.
Aus dem Open Space kamen klare Fragen:
- Wie werden BPW und unsere Mitglieder sichtbarer – als Unternehmerinnen, Fachfrauen und Führungskräfte?
- Wie bringen wir unsere Anliegen in politische Netzwerke, Rathäuser, Universitäten und Regierungen?
- Wie finden Mitglieder einander, wie finden sie Expertinnen, und wie entsteht ein echtes DACHLi-Netzwerk?
- Wie vernetzen wir Young BPW untereinander – und junge Frauen mit erfahrenen Mitgliedern, durch Mentoring, das trägt?
- Wie gewinnen wir neue Mitglieder, halten die bestehenden, lernen aus Fehlern – und sorgen dafür, dass Führung unsere Clubs stärkt?
Dazu kamen Themen, die den Alltag von Frauen prägen: der Gender Health Gap und eine Forschung, die Frauen in den Mittelpunkt stellt, Unternehmerinnentum, internationale Mobilität, Nachhaltigkeit und politische Interessenvertretung.
Diese Fragen decken sich mit dem, was Frauen weltweit in BPW LISTENS, der globalen Befragung von BPW International, gesagt haben. Drei Ergebnisse stechen hervor:
Sichtbarkeit. BPW, das sind außergewöhnliche Frauen, eindrucksvolle Projekte und eine starke Geschichte. Vieles davon bleibt aber unsichtbar – für die eigenen Mitglieder ebenso wie nach außen. Sichtbarkeit heißt dabei nicht Werbung, sondern dass Wissen, Leistung und Stimmen von Frauen wahrgenommen werden und etwas bewirken.
Informationsfluss. Chancen, Entscheidungen und Initiativen kommen nicht zuverlässig von der internationalen Ebene bis in die Clubs – und umgekehrt. Jedes Mitglied soll wissen, was BPW bietet, wo sie mitmachen und an wen sie sich wenden kann.
Ungenutztes Potenzial. Wissen, Berufserfahrung und Talente aus allen Generationen sind vorhanden – jedoch noch viel zu wenig miteinander verbunden. Junge Mitglieder brauchen Zugang zu Netzwerken, erfahrene Mitglieder haben Wissen, das weitergegeben werden will.
Eine Antwort darauf ist BPW ConnectUs: eine Initiative, mit der Mitglieder einander finden, Expertise sichtbar machen und sich über Länder, Berufe und Generationen hinweg verbinden. Technik allein macht BPW aber nicht relevant, betonte Diana Barragan. Entscheidend ist unsere Bereitschaft, zu teilen, zu begleiten und neue Stimmen willkommen zu heißen.
Sie selbst nimmt die Fragen und Vorschläge aus Bregenz mit auf die internationale Ebene. Und sie gab uns einen klaren Auftrag mit: die Ideen nicht im Raum zurückzulassen, die wichtigsten Initiativen auszuwählen, Verantwortlichkeiten festzulegen – und sie über die Grenzen von Deutschland, Österreich, der Schweiz und Liechtenstein hinweg gemeinsam voranzutreiben.
Was bleibt
Eine Aufbruchstimmung – zuversichtlich und voller Tatendrang. Ursula Hillbrand beschreibt das Gefühl, das die drei Tage geprägt hat: „gemeinsam wissen wir mehr“. Eva Frank ist „mit sehr vielen Impulsen“ für unser Netzwerk nach Hause gefahren. Und BPW Club Zürich fasst es so zusammen: „BPW verbindet – über Grenzen hinweg.“
Was in Bregenz entstanden ist, soll nicht im Protokoll enden. Die Ergebnisse gehen jetzt zurück in die Länder, in die Clubs und in die zuständigen Gremien – ganz im Sinne des Schlussworts: Halten wir BPW gemeinsam sichtbar, verbunden, relevant und bereit für die Zukunft.
Danke
Ein herzliches Danke an unser Organisationsteam und an unsere Ambassadors aus der Schweiz, Deutschland und Liechtenstein für die lange und sorgfältige Vorbereitung. Danke an Ursula Hillbrand, die den Open Space mit viel Überblick moderiert und federführend geleitet hat, an die Clubfrauen aus Vorarlberg für ihre Unterstützung vor Ort, an die vielen engagierten Helferinnen und an die Stadt Bregenz – und an alle, die den Weg zu uns gefunden haben.
#DACHLi2026 #WoMutBeginnt #BPWAustria #Bregenz2026
Impressionen BPW DACHLi Tagung 25.-27.9.2026
alle folgenden Bilder © Leonor de Fátima López Alva
Und hier noch ein paar Fotos der Teilnehmerinnen:
© BPW Austria/auf Anfrage












































































































































































