
BPW Vorarlberg bei CARLA Vorarlberg
10.12.2024
|Im Dezember wurden wir von der Geschäftsführerin von Carla, Karoline Mätzler, eingeladen, das Kleidersortierwerk carla Tex sowie den Carla Shop zu besuchen. Carla Tex in Hohenems ist das einzige Kleidersortierwerk Osterreichs, bei dem Kreislaufwirtschaft im Mittelpunkt steht: Wiederverwendung und Recycling werden hier großgeschrieben. Jede Woche spenden die Menschen in Vorarlberg rund 70 Tonnen Kleidung an die Caritas – damit sind wir europaweit pro Kopf die Spitzenreiter! Zudem unterstützt carla Tex arbeitssuchende Menschen durch Qualifizierungen und hilft ihnen, berufliche Perspektiven zu entwickeln und erste Schritte in die Arbeitswelt zu setzen.
Carla Tex ist ein sogenanntes „soziales Unternehmen“. Die Arbeit sozialer Unternehmen geschieht an Schnittstellen von Arbeitsmarktpolitik und Kreislaufwirtschaft und in Kooperation mit verschiedenen weiteren Akteuren (Kommunen, Wirtschaft, Bildungseinrichtungen, Forschung). Eingesetzte Mittel generieren dadurch mehrfachen Nutzen. Hervorzuheben ist, dass carla Tex sich vor allem auch für die nachhaltige Qualifizierung von Menschen mit geringer formaler Ausbildung engagiert.
Im Anschluss ging’s zum Carla Shop nach Altach, der wie ein kleines Einkaufszentrum inkl. Café zum Verweilen aufgebaut ist. Wir haben einen Einblick bekommen, wie Kleidung, Sportausrüstung, Möbel, aber auch Deko-Gegenstände etc. im Sinne des Re-Use-Gedanken professionell präsentiert und vermarktet werden. Es ist sehr wichtig, dass die Caritas Vorarlberg sich in diesem Bereich engagiert, und wir wünschen carla Tex und den Carla Shops in Vorarlberg weiterhin alles Gute und viel Erfolg.
Die Kleidercontainer der Caritas kennen wir alle schon viele Jahre. Aber was genau steckt dahinter? Die sozialen Unternehmen carla verfolgen als klassisches Social Business drei Unternehmensziele. Sozial-Ökologisch-Ökonomisch. Die Sammlung und Aufbereitung von Textil, Möbel, Elektro und Hausrat ist die Basis für die Beschäftigung und Qualifizierung für jährlich bis zu 200 am Arbeitsmarkt benachteiligten Personen. Alleine mit der Sortierung der Textilien für die Wiederverwendung werden jährlich 20.000 Tonnen CO2 eingespart. Die Schließung von regionalen Kreisläufen hat darüber hinaus auch volkswirtschaftlichen Mehrwert.