Am 26.Mai 2019 findet die EU Wahl statt und wir von BPW Austria haben uns einerseits Gedanken dazu gemacht und andererseits mit einer Facebook-Kampagne ganz generell zum „Wählen gehen“ aufgerufen.

Im Jubiläumsjahr „100 Jahre Frauenwahlrecht“ sollten gerade wir Frauen von unserem Recht Gebrauch machen und die österreichischen Vertreter*innen im Europa Parlament wählen. „Wählen gehen“ ist in einer Demokratie das wichtigste Bürger*innen-Instrument, um aktiv zur politischen Entwicklung beizutragen, ohne selbst ein politisches Amt ausüben zu müssen. Unsere Vorgängerinnen haben lange hart dafür gekämpft, damit auch für uns Frauen das Wahlrecht selbstverständlich wird – nutzen wir es und zollen wir so unseren Vorfahrinnen Respekt und Dankbarkeit für ihren Einsatz!

Europaweit ist ein Rechtsruck zu spüren, der speziell auch auf die Frauenpolitik Einfluss nimmt. Es scheint, als seien Frauenrechte wieder verhandelbar, die Fristenlösung wird wieder diskutiert, von Gleichstellung und Equal Pay sind wir immer noch hunderte Jahre entfernt (und werden es auch bleiben, geht die Entwicklung so weiter wie bisher). Wir haben uns angeschaut, wie es mit der „Frauenquote“ auf den Listen der wahlwerbenden Parteien aussieht und welche Partei Frauenthemen überhaupt in ihrem Wahlprogramm hat. Tatsächlich ausformulierte Frauenthemen wie Gleichstellung, Equal Pay, Gewalt gegen Frauen und andere haben die SPÖ, die Grünen und in kleinen Teilen die ÖVP.

Und wie sieht es mit den Frauen auf den Bewerber*innen Listen der Parteien aus?

EUROPA Jetzt:   6 von 8 Bewerber*innen sind weiblich
ÖVP: 22 von 42 Bewerber*innen sind weiblich
Die Grünen: 22 von 42 Bewerber*innen sind weiblich
SPÖ: 20 von 42 Bewerber*innen sind weiblich
KPÖ Plus: 19 von 42 Bewerber*innen sind weiblich
FPÖ: 12 von 42 Bewerber*innen sind weiblich
NEOS: 11 von 42 Bewerber*innen sind weiblich

 

Wer am 26.Mai nicht an seinem Wohnort ist, hat die Möglichkeit noch bis 22.Mai schriftlich und bis 24.Mai mündlich eine Wahlkarte zu beantragen.

Machen wir von unserem Recht Gebrauch!

Wählerisch bleiben – wählen gehen!